Gruppenausstellung „Erzähl mal was ...“

Ausstellung
3. Juni – 28. August 2005
David Hatcher
Bettina Hutschek
Sven Johne
Caroline Labusch
Marit Lindberg
Shana Lutker
David Zink Yi
Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, dem 3. Juni 2005, um 20:00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Begrüßung: Holger Graab, Vorsitzender
Einführung: Veronika Olbrich, Kunstverein Langenhagen
„Erzähl mal was ...“ versammelt sieben internationale künstlerische Positionen, die sich in unterschiedlicher Weise mit Träumen und Wünschen beschäftigen:
Die Idee zu seinem Wandgemälde „Ludwig und Hugh“ (2004/05) bekam der Neuseeländer David Hatcher (*1973, lebt in Los Angeles/USA) kurz nach seinem Umzug von Berlin nach Los Angeles, der Stadt der Engel und Häschen. Die Arbeit basiert auf dem Logo des amerikanischen Erotik-Konzerns Playboy sowie einem Vexierbild, das der Philosoph Ludwig Wittgenstein verwendet hat, um die Bedingungen von Wahrnehmung zu veranschaulichen.
In einer Collage aus Briefen, Polaroids und Zeichnungen berichtet Bettina Hutschek (*1977, lebt in Berlin/D) in ihrer Arbeit "Briefe an Mike" (2005) von Täglichen, scheinbar nebensächlichen Erlebnissen in einer fremden Stadt. Mike, der fiktive Briefpartner, ist dabei Projektionsfläche für den Entwurf einer Persönlichen Kartografie, in der die Suche nach Liebe und Glück thematisiert wird. Während der Dauer der Ausstellung führt die Künstlerin Interviews mit Einwohnern von Langenhagen zu Wünschen, Träumen und Traumorten durch. Das Projekt findet in Kooperation mit der Nordhannoverschen Zeitung statt.
"Vinta" (2004) von Sven Johne (*1976, lebt in Leipzig/D) wirft einen erzählerischen Blick auf die Anstrengungen von Persönlichkeiten, deren Utopien allesamt scheiterten. Ihr Schicksal scheint dabei eng mit der fiktiven Insel "Vinta" verknüpft zu sein. Ausgehend von recherchierten Skurrilitäten verknüpft Sven Johne Fotos und Texte so, dass kaum ein Zweifel an der Wahrheit der Geschehnisse entsteht.
Für ihr Video "Eine warme Farbe" (2004) hat Caroline Labusch (*1969, lebt in Berlin/D) uniformierte Polizeibeamte aufgefordert, ihre Wünsche und Träume preiszugeben. Sie fragt danach, was sie am liebsten zum Nachtisch essen, wohin es sie ziehen würde, wenn sie eine Reise Gewinnen würden, was ihr Traumberuf wäre etc..
Marit Lindberg (*1961, lebt in Malmö/S) sammelte für ihre Videoarbeit "Have you ever dreamt about another artist´s work" (2005) zahlreiche Träume über Kunstwerke. Auf der ganzen Welt interviewte sie dazu sowohl Künstler, als auch andere Personen, die professionell etwas mit Kunst zu tun haben.
Shana Lutker (*1978, lebt in Los Angeles/USA) richtet eine Raumsituation ein, die Forschungslabor, historisches Museum oder Filmkulisse sein könnte. Anhand von selbst produzierten Büchern, Tageszeitungen, Objekten und Zeichnungen erforscht die Künstlerin darin Kunstwerke, Träume und Psychoanalyse.
David Zink Yi (*1973, lebt in Berlin/D) beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit kulturellen Praktiken und deren Bindung an Körperlichkeit. Dazu gehört z.B. Kochen, Musik machen, Tanzen und vieles mehr. In seinem Video "Ahumm" (1999) ist eine Hand zu sehen, die etwas aufschreibt, und die Stimme einer Person zu hören, die das Geschriebene vorliest: "Ahumm".
Programm
Während der Dauer der Ausstellung sind im Garten des Kunstvereins Liegestühle aufgestellt, die zum Erzählen, zum Wünschen und Träumen und zu Aktionen einladen:
Begleitveranstaltungen:
Samstag, 4. Juni, 16:00 Uhr
"Kaffee unter den Kastanien" Gespräch mit den anwesenden Künstlerinnen und Künstlern der
Ausstellung Termin: Freitag, 17. Juni, 19:00 Uhr "Erzähl mal was" unter den Kastanien & Führung
durch die Ausstellung
Sonntag, 19. Juni, 16:00 Uhr
Familienführung mit Wünschen und Träumen
Freitag, 24. Juni, 19:00 Uhr
"Erzähl mal was" unter den Kastanien & Führung durch die Ausstellung
Sonntag, 26. Juni, 16:00 Uhr
Familienführung mit Wünschen und Träumen
Sonntag, 10. Juli, 16:00 Uhr undSonntag, 10. Juli
16:00 Uhr
Familienführung durch die Ausstellung - Kinder malen ihre Traum-Orte - Liegestühle, Kaffee und
Kuchen im Garten.
18:00 Uhr
Film: "Lola rennt" Regie: Tom Tykwer, BRD 1998, 81 Min. 20 Minuten hat die junge Lola Zeit, um
100.000 Mark für ihren Freund Manni aufzutreiben, um damit sein Leben zu retten. Manni ließ diese
Summe in der U-Bahn liegen und fürchtet nun Vergeltungsmaßnahmen seines Gangster-Auftraggebers.
Zweimal wird Lolas leidenschaftliche Jagd durch Berlin mit dem Tod bestraft, aber das Schicksal
gewährt ihr eine dritte Chance. (Für Mitglieder des Kunstvereins / Tagesmitgliedschaft: 4,-
EUR)
20:00 Uhr
Vortrag zum Film "Lola rennt" von Dr. med. Mattias Kayser, Psychoanalytiker: "Jeden Tag, jede
Sekunde triffst Du eine Entscheidung, die dein Leben verändern kann ..."- so flüstert es vom
Werbeplakat dieses Films. Alles ist wichtig und folgenschwer! Mit der quirligen Devise "Ich mach
mir die Welt, wie sie mir gefällt" hat schon Pippi Langstrumpf Chaostheorie und Postmoderne vorweg
genommen. Mit ebenso roten Haaren kommt Lola heute als ein "Spiegelbild der Generation @" daher,
die sich die Wirklichkeit selbst erfindet. Ein psychoanalytischer Blick wird aber auch auf die
Liebe zwischen Lola und Manni eingehen - Tristan und Isolde im Cyberspace?
Sonntag, 21. August 2005 16:00 Uhr
Familienführung mit Wünschen und Träumen
Freitag, 26. August 2005, 20:00 Uhr
Präsentation des Projekts von Bettina Hutschek "Erzähl mal was" - Einwohner aus Langenhagen
erzählen von Wünschen und Träumen
Anschließend Party auf Liegestühlen
Sommerferien:
Der Kunstverein Langenhagen bleibt vom 24. Juli bis 07. August 2005 geschlossen.
Förderer
Die Ausstellung wird großzügig gefördert durch die
Kulturregion Hannover, Stiftung der Sparkasse und
Region Hannover sowie dem
Land Niedersachsen
Konzeptionelle Förderung des Jahresprogramms:
Sparkasse Hannover
Kooperationspartner:
Hannover Airport
Mit herzlichem Dank:
Foliendesign Hannover,
Zollkrug Langenhagen











