Festival der Räume

Sonntag, 7. September 2003

Räume schaffen durch Vernetzung

16:00 Uhr

Dorothee Albrecht, geb. 1969, lebt in Berlin, verfolgt mit ihrer Arbeit unterschiedliche Strategien zur Untersuchung, Befragung und Konstruktion von Räumen. Mit dem Vernetzungsprojekt NET.Tours erforscht die Künstlerin mögliche Beziehungen von Feldern, die sonst nicht zusammengedacht werden, weil sie durch räumliche, kulturelle, gesellschaftliche und politische Barrieren getrennt sind. Dazu entwickelt sie seit 1998 Reisen und besucht Projekte/Positionen in verschiedenen Ländern. Das während einer Reise aufgenommene Videomaterial wird mit Bildern, Texten, Fotos, Gegenständen und Sound zu neuen "diskursiven Ordnungen" verknüpft. Ihr neuestes Projekt, der EXILE/SPACELAB-Pavillon, soll Raum bieten für Wissensproduktion über transnationale und andere Räume und entsteht mit Beteiligung von Projekten/Positionen weltweit sowie Flüchtlingen und Jugendlichen in Berlin-Hohenschönhausen.

17:00 - 18:00 Uhr

Pause unter den Kastanien

18:00 Uhr

Pia Lanzinger, geb. 1960, lebt in München, stellt das von ihr 2001 durchgeführte Projekt "So wohnen wir" und die Zeitschrift "Schönes Wohnen in der Messestadt Riem" vor. Mit ihrem Projekt "So wohnen wir" rückt die Künstlerin den kommunikativen Aspekt des Wohnens in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. In der Messestadt Riem veranstaltete sie "Wohnwanderungen", die Einblick in die verschiedensten Wohnformen und Einrichtungskonzepte boten. In kleinem Kreis zeigten sich die Bewohner gegenseitig ihre privaten Lebensräume. Die Zeitschrift "Schönes Wohnen in der Messestadt Riem" greift formale Elemente von typischen Wohnzeitschriften auf und zeigt gleichzeitig die Lebensrealität der Messestädter. Die Messestadt Riem ist eines der größten Städtebauprojekte Europas auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens München-Riem. "So wohnen wir" entstand im Rahmen von kunstprojekte_riem, einem Projekt der Landeshauptstadt München.

Das künstlerische Programm des Festivals wird gefördert durch das Land Niedersachsen.

Wir danken allen Beteiligten des Festivals sowie allen Förderern der Edition "Gefährliche Liebschaften" zum Fortbestand des Kunstvereins Langenhagen: Werbeagentur Jüngling, Langenhagen, Löwen Apotheke, Hannover, Pelikan, Malermeister Volker Köhler, Langenhagen, Eikemeier Kartonagenfabrik, Langenhagen und vor allem Tilo Schulz, Leipzig.