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Eröfnung: Sonntag, 04.09.2016, 15 Uhr
Begrüßung: Holger Graab, Vorstandsvorsitzender
Grußwort: Laure Dréano-Mayer, Antenne Métropole
Einführung: Valerie Chartrain, Kuratorin
und Ursula Schöndeling, Direktorin
im Dialog mit Caroline Mesquita

Für ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland Pink Everywhere verwandelt die französische Künstlerin Caroline Mesquita (*1989) den Kunstverein Langenhagen in ein umfängliches Environment.
Die Auseinandersetzung mit Skulptur und Metall als bildhauerischen Material prägen die Arbeitsweise Caroline Mesquitas. Ihre ersten raumgreifenden Skulpturen bestanden überwiegend aus gefalteten und gebogenen Metallrohren, die Räume in kleinere Einheiten unterteilten und BetrachterInnen eher davon abhielten, diese Räume zu betreten. Demgegenüber lädt die im Kunstverein Langenhagen gezeigte Installation dazu ein, sich im Ausstellungsraum wie durch einen langen, bemalten und bizarr geformten Korridor, der von Skulpturen und anderen Erhebungen gesäumt ist, zu bewegen, bis man schließlich zu einer Videoprojektion gelangt. In der neuen Videoarbeit »pink everywhere« agiert Caroline Mesquita mit lebensgroßen, figurativen – weiblichen wie männlichen – Metallskulpturen aus Messing, die eine teils bemalte, teils oxidierte Oberfläche aufweisen. Mesquita gruppiert sie in einer szenischen Abfolge, deren Atmosphären zwischen Rollenspielen, Zartheit, erotischer Konkurrenz, Überraschungsmomenten und Gewalt oszillieren. Erinnert eine frühere Videoarbeit Mesquitas an die mythische Künstlergestalt Pygmalion, der sich in sein eigenes Werk, eine weibliche Aktfigur namens Galatea verliebt, so wirkt es in diesem Falle so, als überwältigten die vielfältigen Skulpturen die Künstlerin – als spiele eine Vielzahl an Galateas mit den zahlreichen Identitäten, die KünstlerInnen haben können. (Valerie Chartrain)

Die Ausstellung Pink Everywhere wird von Valerie Chartrain als Vertreterin von Pétunia kuratiert. 2007 gründeten die Künstlerin Lili Reynaud Dewar und die Kuratorinnen Dorothée Dupuis und Valérie Chartrain das feministische Kunstmagazin Pétunia. Die Herausgeberinnen widmen sich in jeder Ausgabe einem Interessengebiet, das sie durch Beiträge von KünstlerInnen, TheoretikerInnen, SchrifststellerInnen in verschiedenen Textarten und Bildstrecken facettenreich beleuchten. Zusätzlich kuratierten sie eine Reihe von Ausstellungen.
Die Einladung des Kunstvereins Langenhagen an Pétunia und Caroline Mesquita setzt eine traditionsreiche Zusammenarbeit mit französischen KünstlerInnen und fort und beleuchtet die Möglichkeiten zeitgenössischer kollaborativer Arbeit.

Caroline Mesquita wurde 1989 in Brest geboren studierte an der Ecole des Beaux-Arts in Rennes (BA), Paris (MA) und The Mountain School of Art (MSA). Vielfältige Ausstellungen in Europa, u. a. Palais de Tokyo, Fondation d'Entreprise Ricard, Palais des Beaux-Arts, Paris; The Astrup Fearnley Museet, Oslo, Flax Foundation, Los Angeles, Jupiter Artland, Edinburgh, Union Pacific, London, Sloths, Pavillon, Centre d'art du Parc-Saint-Léger, Pougues-les-Eaux, FRAC Ile-de-France

Die Ausstellung wird gefördert von Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Institut Francais Berlin, Bureau des artes plastiques
Französisches Ministerium für Kommunikation und Kultur.
Die Ausstellungseröffnung wird unterstützt durch Antenne Métrople.
Dankeschön!

 

Opening: Sunday 4th of September, 3 p.m.

Welcome: Holger Graab, Chairman
Greeting: Laure Dréano-Mayer, Antenne Métropole
Introduction: Valerie Chartrain, Curator
and Ursula Schöndeling, Director
in dialogue with Caroline Mesquita

For her first solo show in a German institution French artist Caroline Mesquita (b. 1989) transformed the Kunstverein Langenhagen into an immersive environment. Working with sculptures and metal is the artist's signature. However, if her first sculptures, mostly made out of long and sometimes folded metallic tubes, were cutting empty spaces into smaller entities, preventing viewers to enter it, the installation on view at Langenhagen invites visitors to navigate the exhibition space through a long, painted, and bizarrely shaped corridor dotted with sculptures and other clearings until one reaches a video projection. In this video work titled “pink everywhere” –as the exhibition’s title–, the artist interacts with brass human size and shaped sculptures, male and female, sometimes painted, sometimes oxidized, in a succession of scenes oscillating between tenderness, role play, sexual envy, astonishment, and violence. If her previous video reminded the allegory of the artist as a Pygmalion falling in love with his sculpture named Galatea, it seems that this time, the sculptures take over and many Galateas are playing with the many identities an artist can have. (Valerie Chartrain)

The exhibition by Caroline Mesquita originates in a proposal by Valerie Chartrain, co founder and co editor in chief of Pétunia, a feminist art and entertainment journal.