28.8.19 – 10.11.19, Einzelausstellung (Derzeit)

Kurt Ryslavy - Olfaktorische Probleme, Probleme der Malerei, Probleme der Wiederholung

Was macht Kurt Ryslavy beruflich? Diese scheinbar unkomplizierte Frage enthüllt ein zugrunde liegendes Thema, mit dem Ryslavy in seinen Werken spielt. Der in Österreich geborene Künstler/Weinhändler/Schriftsteller/Sammler/Sonntagsmaler spielt mit Ideen des Amateurismus und der Professionalität seines Lebensstils, seiner Kunstwerke und der Kunstwerke anderer. Dabei kreiert er Kunstwerke aus Rechnungen und Mitteilungen seines Weingeschäfts und vermischt stets die Unterscheidung zwischen seiner Rolle als Künstler, Sammler sowie Kunst- und Weinverkäufer. In seinen Verkaufswerken kreiert er beispielsweise Verpackungen für Arbeiten anderer KünstlerInnen, die in Form eines Austausches in seine Sammlung gekommen sind, um die Attraktivität eines Kaufs von (wertvollen) Werken zu steigern. Immer wieder spielt er mit dem Tabu eines Kunstwerks, das für den Verkauf in der hochprofessionellen Kunstwelt geschaffen wurde. Mit der Ausstellung verweist er auf Olfaktorische Probleme, Probleme der Malerei und Probleme der Wiederholung. Eine multisensorische Installation thematisiert die kommerzielle und die nicht kommerzielle Wiederholung, sowie Originalität und Routine (bzw. die Abhängigkeit von Routine als eine Art inhaltliche Korruption) in der kunstlerischen Arbeit.

Kurt Ryslavy bespielt sowohl den Raum des Kunstvereins als auch die ehemalige Kapelle im Langenhagens Eichenpark. Die Kapelle ist zu Fuß in 10 Minuten zu erreichen und jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Darüber hinaus kann sie nach Absprache besichtigt werden.

Während der Ausstellung erscheint eine neue Publikation, die die sogenannten Verkaufswerke von Kurt Ryslavy beleuchtet.

1.9.19, 15:00 - 16:00, Veranstaltung

Führung ROOMS TO LET

mit den Künstlerinnen Andrea von Lüdinghausen und Mareike Poehling

11.00 h – 19.00 h sind Mareike Poehling und Andrea von Lüdinghausen im Hotelzimmer anwesend. 15.00 – 16.00 h: Führung durch die Installation

23.9.19, 19:00 - 21:00, Veranstaltung

Kuratorische Führung: Kurt Ryslavy + Leseklub

22.10.19, 19:00 - 20:30, Gespräch

Naheliegende Berufe #11

10.11.19, 14:00 - 15:30, Veranstaltung

Finissage + Buchpräsentation von ROOMS TO LET und Kurt Ryslavy

27.11.19 – 26.1.20, Gruppenausstellung

Depiction, Again

Mit Colleen Asper, David Leggett, Craig Drennen, Aoife Collins, Daan van Golden, Shimon Minamikawa, u.A.

Die Ambiguität und Illusion der Realität steht im Mittelpunkt des ambitioniertes Projekts Depiction, Again in dem die möglichen Bedeutungen zweidimensionaler Bilder zentrales Thema sind. KünstlerInnen aller Epochen haben mit der Bedeutung des zweidimensionalen Bildes gespielt, mit der Darstellung, Kopie, Wiederholung, Faksimile, Variation, Spiegelung und den vielfältigen Beziehungen, die die Bilder mit der von uns wahrgenommenen Realität haben. Mit den technischen Entwicklungen in Informationsbereitstellung und der Produktion von Bildern in den letzten rund 150 Jahren ist die Beziehung zwischen Bildern und Realität wie auch der Distribution dieser Bilder (und daher auch der Informationen) immer komplexer geworden. Anstatt von einer Hyperrealität (einer Illusion der Wirklichkeit, die durch die visuelle Kultur geschaffen wird) auszugehen, fügt diese Ausstellung sich in die Tradition des Simulacrums ein. Das Bild der Welt entsteht auf der Grundlage dessen, was in den Medien gesehen wird. Die Realität basiert auf etwas, das die Menschheit selbst entwickelt hat (in Film und Medien). Es gibt kein Original mehr.

Dieses Projekt ist zusammengestellt in Kollaboration mit dem Künstler Craig Drennen. Während der Ausstellung wird die gesamte Ausstellungskonstellation einmal verändert, um einen anderen Blick zu ermöglichen. Die Arbeiten verdeutlichen in ambitionierter und vielschichtiger Weise den konstanten “Verrat” oder die Illusion der Bilder.

Eine Ausstellung kuratiert vom amerikanischen Künstler Craig Drennen und Noor Mertens

9.2.20 – 12.4.20, Einzelausstellung

Christopher Knowles

Christopher Knowles’ Arbeiten erfassen und ordnen alltägliche Materialien um uns herum durch Wiederholung, Abstraktion und Musterbildung. Wichtig ist die Do-It-Yourself-Haltung, eine Verwirklichung der inneren Stimme wie auch der Gedanken, sowie konkrete Fakten, Zahlen und Farben als Grundelemente, die immer wieder aufgeführt werden, wie Echos. Permutation und Serialität sind Eigenschaften, die in der klassischen, minimalistischen Kunst so wichtig sind, die Knowles aber auf seine eigene Art benutzt. Sprache wird in seiner Arbeit physisch gemacht, Farben beziehen sich oft auf ihre ikonische oder politische Bedeutung. Obwohl Knowles’ Arbeiten in den Vereinigten Staaten immer mit mehr Aufmerksamkeit rechnen können, wird seine Arbeit in Europa praktisch nicht gezeigt. Die Ausstellung wird eine umfassende Präsentation einer Mischung aus älteren und neueren Arbeiten, die den Umfang und das Universum von Knowles überzeugend darstellt. In diesem Moment suchen wir nach möglichen Partnern in Europa, mit denen wir zusammenarbeiten und -ausstellen können.